Der Räuber der Jugend – Redaktionelle Rezension – Das Buchrezensionsverzeichnis

Titel: Der Räuber der Jugend

Autor: Keith Julius

Genre: Literarische Fiktion

Diese Geschichte nimmt den Leser mit auf die Reise von Rosaletta Guiterrez, einer Fünfzehnjährigen, die mit ansehen musste, wie ihr Bruder starb und in derselben Nacht aus dem Haus ihrer Mutter vertrieben wurde, und von Melanie Cox, einer neuen, vom Gericht ernannten Sonderanwältin (CASA), die sich danach sehnt, Kindern dabei zu helfen, sich im Gerichtssystem zurechtzufinden und dadurch ein besseres Leben zu finden.

Rosaletta beginnt als einsame Teenagerin, die mit ihrem Bruder und seinen Freunden Zeit verbringt, und wird im Laufe der Geschichte immer isolierter. Melanie versucht, eine Verbindung zu ihr aufzubauen und ihr gleichzeitig dabei zu helfen, sich zu äußern und ihre Rechte zu verstehen, aber am Ende ist Rosaletta entmutigt und stimmt ihrem neuen Freund Todd zu – Erwachsene haben das System manipuliert und ihre beste Wahl ist es, mit ihm auf eigene Faust loszulegen.

Doch bald stellt Rosaletta fest, dass Todd nicht der gutherzige junge Mann ist, auf den er schien, und schon bald muss sie nur noch das neue Leben überleben, das Todd ihr geschenkt hat. Ihre einzigen Verbündeten sind ebenso besorgte Frauen, und ihre Zukunft ist düster. Sowohl sie als auch Melanie müssen ihren Mut und ihre Entschlossenheit bewahren, wenn sie sich jemals wiedersehen wollen.

Diese Geschichte erinnert eher an zeitgenössische Fiktion – genauer gesagt an Gesellschaftskommentare mit einer Prise Thriller – als an literarische Fiktion, da sie nicht den Schwerpunkt auf Kunstfertigkeit und tiefgründige Charakterentwicklung zu legen scheint, der in literarischen Fiktion üblich ist. Im Großen und Ganzen wirkt es wie eine Art „Aufruf zum Handeln“ für die Leser, die die Notlage der Kinder schildert, mit denen CASA-Freiwillige arbeiten, und warum man der Organisation beitreten möchte.

Die Komplexität von Rosalettas Situation wird jedoch gut dargestellt. Todd ist Teil des Problems, aber er ist nicht der Einzige, der ein solches Übel verursacht hat, und Pflegeeltern, CASA-Freiwillige und Sachbearbeiter stehen gleichermaßen vor Herausforderungen und sind keine Übermenschen.

Es wäre allerdings schön gewesen, wenn der ausgewogene Ansatz des Buches sich noch weiter auf den Bereich der Vielfalt ausgeweitet hätte, da es den Anschein hatte, dass alle Minderheitencharaktere diejenigen waren, die in Schwierigkeiten steckten oder Ärger verursachten, während die Pflegeeltern, CASAs und Sachbearbeiter – diejenigen, die daran arbeiteten, die Dinge zu verbessern – alle einen bestimmten Hintergrund zu haben schienen.

Ebenso könnte diese Geschichte für diejenigen, die eine missbräuchliche Situation durchgemacht haben, beunruhigend oder fehlerhaft sein, da Rosaletta als „nicht klar denkend“ dargestellt wird, was herabwürdigend und herablassend wirken kann, als würde die Autorin von außerhalb einer solchen Erfahrung schreiben und nicht von innen. Ebenso können sich die Charaktere ein wenig platt anfühlen, was aber zum Teil daran liegt, dass sich die Erzählung mehr auf das konzentriert, was sie tun, als auf das, was sie erleben und wie sie sich dabei wirklich fühlen.

Das Tempo von Der Räuber der Jugend Der Film ist ausgezeichnet, er sorgt dafür, dass die Dinge gut voranschreiten, und wechselt Szenen aus der Sicht von Rosaletta und Melanie ab. Die Erzählung ist detailliert und gründlich und zeigt alle Prüfungen von Rosalettas Situation. Es ist ehrlich und nachdenklich und erzählt gleichzeitig eine fesselnde Geschichte, die Lesern gefallen wird, die eine ereignisreiche Handlung mit einer guten Portion gesellschaftlicher Kommentare mögen.

Diese redaktionelle Rezension wurde von den Mitarbeitern des Book Review Directory verfasst. Um eine ähnlich ehrliche, professionelle Rezension für eines Ihrer eigenen Bücher zu erhalten, klicken Sie Hier.

Credit Post By: Book Review Directory

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